Psychopharmaka: Was können wir wissen?
Psychopharmaka: Was können wir wissen?
Wer in einer psychischen Krise fachliche Hilfe sucht, steht früher oder später – meist früher – vor der Frage, ob Medikamente notwendig sind oder nicht.
Manche, die diese bereits seit Längerem nehmen oder auch verordnen, fragen sich: «Geht es auch ohne?»
In der Kombination der Erfahrungen eines Psychiaters und einer Expertin aus Erfahrung stellen wir uns gemeinsam der dialogischen Auseinandersetzung. Dabei sind uns die wissenschaftlichen Daten und Leitlinien der Fachgesellschaften ebenso wichtig wie die individuellen Erfahrungsperspektiven von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften sowie das Schwarmwissen der Betroffenenbewegung.
Die Frage «Was können wir wissen?» hat viele Facetten, wobei wir das Nichtwissen als Chance und Vision für die Zukunft der Psychiatrie an sich verstehen.
Lernziele
Die Teilnehmenden ...
- ... erfahren, welche Bedeutung das eigene Erfahrungswissen im Umgang mit Medikamenten hat
- ... diskutieren das Modell der gemeinsamen Entscheidungsfindung und benennen, was es dafür braucht
- ... lernen grundlegende pharmakologische Prinzipien kennen
- ... lernen Grundlagen zum Thema Medikamentenreduktion kennen
Zielgruppen
- Menschen mit psychischen Belastungen oder Krisenerfahrungen
- Angehörige und Freunde von Betroffenen
- Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen
- Interessierte Menschen aus der Allgemeinbevölkerung
Kursformat
Zwei Kurshalbtage von je vier Stunden
Moderation
- Robert Maier, Chefarzt (Akut- und Alterspsychiatrie), Sozialpsychiater, Anbieter recovery-orientierter Dienstleistungen
- Andrea Zwicknagl, Peer, OpenDialogue-Moderatorin und Co-Gründerin eines Trialogs zum Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika
Durchführungsort
Impact Hub Zürich (Loft Corner im 4. Obergeschoss), Sihlquai 131, 8005 Zürich
Datum
- Donnerstag, 10.12.2026 13:00 - 17:00
- Donnerstag, 17.12.2026 13:00 - 17:00
Preis
Ist eine Kategorie ausgebucht, wird die nächsthöhere gebucht. Übersteigen die Kosten die individuellen finanziellen Möglichkeiten, kann bei der ZSfpK ein Gesuch um Kostenübernahme eingereicht werden.
Verfügbarkeit für Abholungen konnte nicht geladen werden